
Eine Fahrt durchs malerische Altmühltal
Sulzbach-Rosenberg (wh) Am 6. August war der Feuerhof wieder onTour. Diesmal begaben wir uns auf eine Entdeckungsreise durch das Altmühltal. Deutschlands zweitgrößtem Naturpark. Urige Burgen grüßen von waldigen Höhen, die Altmühl, Bayerns langsamster Fluss, windet sich in unendlichen Schleifen und Bögen durch breite Täler, vorbei an bizarren Felswänden und durch mittelalterliche Ortschaften.

In Essing stieg dann unsere Reiseleiterin zu und die Tour durch drei Regierungssitze – Oberpfalz, Niederbayern und Oberbayern – begann. Erster Halt war Burg Prunn. Sie steht auf einem steil abfallenden Kalkfelsen, von ihrem Burghof bietet sich ein guter Blick über das Altmühltal mit dem Main-Donau-Kanal. Auf unserer Strecke lag Dietfurt, auch „Bayrisch-China“ genannt. Im Fasching verwandelt sich nämlich die Stadt in „Bayrisch-China“ und aus den Dietfurtern werden Chinesen. Diese wundersame Verwandlung entspricht nicht etwa einer Faschingslaune – der Kämmerer des Eichstätter Fürstbischofs soll einst beklagt haben, dass sich die Dietfurter „wie die Chinesen hinter ihrer Mauer“ verschanzen, weil sie keine Steuern zahlen wollten.

Die Rundreise führte uns jetzt in die Mitte des Naturpark Altmühltals, direkt am Main-Donau-Kanal liegt die Stadt Beilngries. Ein Hauch von Süden weht durch die Straßen der historischen Altstadt mit ihren mittelalterlichen Türmen und barocken Bauten. Schon die Eichstätter Fürstbischöfe zog es hierher, um den Sommer zu genießen. Maria unsere Reiseleiterin erklärte uns warum die Beilngrieser den Spitznamen „Zwiebeltreter“ tragen: Im versumpften und ausgetrockneten Stadtgraben wuchs einst hohes Gras und Schilf. Die Stadtväter nahmen an, dass es sich dabei um Zwiebelschlote handelt. Um Johanni mussten die Bürger die „Zwiebeln“ niedertreten. Als Fremde das sonderbare Treiben beobachteten bekamen die Beilngrieser den Spitznamen die „Zwiebeltreter“.
Am Tor zum Naturpark Altmühltal liegt Berching. Die 500 Jahre alte Wehrmauer mit dreizehn Türmen und vier Toren bietet noch heute Schutz und Ruhe – innerhalb der Mauern liegt der Zauber vergangener Epochen. Nach einem kleinen Rundgang in Berching verabschiedeten wir Maria wieder, eine Reiseleiterin die es selten gibt, ihre Erklärungen waren souverän, humorvoll und sehr interessant!

Nach dieser tollen Tour im Altmühltal ließen wir uns in der Kutscher-Alm bewirten. Zum Abendessen hatten wir ein Grillbuffet vorbestellt. Danach unterhielt uns der Senior noch mit Geschichten über den „Ludwig-Donau-Main-Kanal“, aber auch ein paar Witze durften nicht fehlen. Somit wurde dies ein gelungener Abend und alle konnten vergnügt die Heimreise nach Sulzbach wieder antreten.
Im Bus dankte Walter Heldrich unserem Stammfahrer „Alfred Filp“ für das sichere Fahren und überreichte ihm in einer Spardose das eingesammelte Trinkgeld. Alfred fährt uns ist jetzt schon seit 15 Jahren und man es zwischenzeitlich schon als Freundschaft bezeichenen.